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KI Grundlagen

Akquise und Neukundengewinnung mit KI

Sebastian Rydz19. Januar 202616 min Lesezeit

Stell dir vor, dein Posteingang wäre voller Anfragen

Stell dir vor, du öffnest morgens deinen Laptop und findest drei neue Anfragen von potenziellen Kunden. Einer hat dein LinkedIn-Profil gesehen und war beeindruckt. Eine andere hat deine Akquise-E-Mail gelesen und möchte ein Gespräch vereinbaren. Der dritte hat dein Angebot erhalten und will direkt loslegen. Klingt wie ein Traum? Für die meisten Solo-Selbstständigen ist Akquise eher ein Albtraum. Du sitzt vor einem leeren Bildschirm, weißt nicht, was du schreiben sollst, und schickst am Ende eine Nachricht ab, die klingt wie tausend andere.

Die gute Nachricht vorweg: KI kann dir dabei helfen, Akquise-Texte zu schreiben, die wirklich ankommen. Nicht diese generischen „Sehr geehrte Damen und Herren“-Nachrichten, sondern persönliche, relevante und überzeugende Texte, die Türen öffnen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit KI-Unterstützung Kaltakquise-Texte erstellst, LinkedIn-Nachrichten formulierst, Angebotsanschreiben optimierst, Follow-up-Strategien entwickelst und deinen Pitch perfektionierst.

Im vorherigen Artikel hast du gelernt, wie KI als virtueller Assistent deinen Alltag erleichtert. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter und nutzen KI gezielt für die Aufgabe, die viele Selbstständige am meisten fürchten: Neukundengewinnung. Keine Sorge, mit den richtigen Werkzeugen und Strategien wird Akquise vom lästigen Pflichtprogramm zu einer Aufgabe, die dir sogar Spaß machen kann.

Kaltakquise-Texte, die nicht nerven

Kaltakquise hat einen schlechten Ruf, und ehrlich gesagt oft zu Recht. Wer bekommt schon gerne eine E-Mail, die offensichtlich an hundert andere Menschen gleichzeitig verschickt wurde? „Sehr geehrter Herr/Frau, ich möchte Ihnen unsere Dienstleistungen vorstellen...“ Löschen, bevor der erste Absatz zu Ende ist.

Das Problem mit schlechter Kaltakquise ist nicht die Kaltakquise selbst, sondern die fehlende Relevanz. Menschen reagieren nicht auf generische Nachrichten. Sie reagieren auf Nachrichten, die zeigen, dass sich jemand mit ihrem Problem beschäftigt hat. Und genau hier kann KI dir einen enormen Vorteil verschaffen.

Der Schlüssel liegt in der Personalisierung. Statt eine einzige Nachricht an alle zu schicken, erstellst du mit KI individuell zugeschnittene Texte. Und das geht schneller, als du denkst. Hier ein konkretes Beispiel:

Sagen wir, du bist freiberuflicher Webdesigner und möchtest lokale Restaurants als Kunden gewinnen. Statt eine allgemeine Akquise-Mail zu schreiben, gibst du der KI folgenden Auftrag: „Schreibe eine kurze, freundliche Akquise-E-Mail an den Besitzer eines italienischen Restaurants in München. Ich habe gesehen, dass seine aktuelle Website nicht mobilfähig ist. Ich bin Webdesigner und möchte ihm helfen, mehr Reservierungen über das Handy zu bekommen. Halte die E-Mail unter 150 Wörtern und vermeide typische Verkaufsfloskeln.“

Das Ergebnis wird eine Nachricht sein, die persönlich klingt, ein konkretes Problem anspricht und eine klare Lösung anbietet. Du musst sie nur noch mit einem persönlichen Detail ergänzen, vielleicht der Name des Restaurants oder ein Hinweis auf ein bestimmtes Gericht, das du dort gegessen hast. Schon hast du eine Akquise-Nachricht, die wirklich gelesen wird.

Hier sind einige Prinzipien für KI-gestützte Kaltakquise, die funktioniert:

  • Recherchiere vor dem Schreiben: Bevor du die KI bittest, eine Nachricht zu verfassen, sammle zwei bis drei konkrete Informationen über den Empfänger. Eine aktuelle Nachricht, ein LinkedIn-Post, eine Veränderung auf der Website. Gib diese Informationen der KI als Kontext mit.
  • Problem vor Lösung: Lass die KI die Nachricht so strukturieren, dass zuerst das Problem des Empfängers benannt wird, bevor du deine Lösung anbietest. Menschen fühlen sich verstanden, wenn jemand ihr Problem kennt.
  • Kurz und konkret: Gib der KI eine Wortbegrenzung. 100 bis 150 Wörter sind ideal für eine Kaltakquise-Nachricht. Alles darüber wird selten zu Ende gelesen.
  • Kein Verkaufsdruck: Bitte die KI explizit, Formulierungen wie „einmaliges Angebot“ oder „nur für kurze Zeit“ zu vermeiden. Stattdessen: eine einfache Frage am Ende, die zum Antworten einlädt.

Ein praktischer Tipp: Erstelle dir mit KI einen Baukasten aus fünf bis zehn verschiedenen Einstiegssätzen, Problemformulierungen und Handlungsaufforderungen. So kannst du schnell individuelle Nachrichten zusammenstellen, ohne jedes Mal bei null anzufangen.

LinkedIn-Nachrichten und Networking mit KI

LinkedIn ist für viele Selbstständige und Freiberufler die wichtigste Plattform für Neukundengewinnung. Aber auch hier gilt: Die meisten Nachrichten landen ungelesen im Papierkorb. Warum? Weil sie so klingen: „Hallo, ich habe gesehen, dass wir gemeinsame Kontakte haben. Ich würde mich gerne vernetzen.“ Oder noch schlimmer: „Hi, ich bin Experte für XY und kann Ihr Business transformieren.“ Solche Nachrichten schreien geradezu: Ich will dir etwas verkaufen.

KI kann dir helfen, LinkedIn-Nachrichten zu schreiben, die tatsächlich eine Antwort bekommen. Der Trick ist derselbe wie bei der Kaltakquise: Relevanz und Personalisierung. Wenn du dich auf etwas Konkretes beziehst, das die andere Person gerade beschäftigt, steigt die Chance auf eine Antwort enorm.

Nehmen wir ein Beispiel: Du bist freiberufliche Texterin und siehst auf LinkedIn einen Post von einer Marketing-Managerin, die darüber schreibt, dass ihr Team zu wenig Zeit für Content-Erstellung hat. Das ist deine Chance. Du gibst der KI folgenden Auftrag: „Schreibe eine kurze LinkedIn-Nachricht an eine Marketing-Managerin. Sie hat gerade einen Post darüber veröffentlicht, dass ihr Team keine Zeit für Content hat. Ich bin freiberufliche Texterin und könnte ihr Team entlasten. Die Nachricht soll freundlich und unaufdringlich sein, maximal fünf Sätze.“

Die KI liefert dir einen Entwurf, den du anpasst und abschickst. Der entscheidende Unterschied zu einer generischen Nachricht: Du beziehst dich auf etwas Konkretes, das die Person gerade beschäftigt. Das zeigt echtes Interesse statt plumper Werbung.

Darüber hinaus kann KI dir beim Networking auf LinkedIn auf vielfältige Weise helfen:

  • Kommentare formulieren: Regelmäßiges Kommentieren von Beiträgen deiner Zielgruppe ist eine der effektivsten Networking-Strategien auf LinkedIn. KI hilft dir, gehaltvolle Kommentare zu schreiben, die mehr bieten als „Toller Beitrag!“. Gib der KI den Beitrag und bitte sie, einen Kommentar zu formulieren, der eine eigene Erfahrung oder Perspektive einbringt.
  • Profil-Optimierung: Dein LinkedIn-Profil ist deine digitale Visitenkarte. KI kann dir helfen, deine Profilbeschreibung so zu formulieren, dass sie klar kommuniziert, wem du hilfst und wie. Statt „Ich bin Grafikdesigner mit 10 Jahren Erfahrung“ wird daraus etwas wie: „Ich helfe mittelständischen Unternehmen, ihre Marke visuell so aufzustellen, dass sie im Gedächtnis bleibt.“
  • Content-Ideen entwickeln: Eigene Beiträge auf LinkedIn erhöhen deine Sichtbarkeit und ziehen potenzielle Kunden an. KI kann dir jede Woche fünf bis zehn Themenvorschläge liefern, die zu deiner Expertise passen und deine Zielgruppe interessieren.
  • Vernetzungsanfragen personalisieren: Jede Vernetzungsanfrage sollte eine kurze persönliche Nachricht enthalten. KI hilft dir, in Sekunden eine passende Begleitnachricht zu formulieren, die erklärt, warum du dich vernetzen möchtest.

Ein wichtiger Hinweis: LinkedIn lebt von Authentizität. Nutze KI als Startpunkt, aber lass deine eigene Persönlichkeit immer durchscheinen. Menschen vernetzen sich mit Menschen, nicht mit perfekt formulierten Textbausteinen. Wenn du KI-Texte eins zu eins übernimmst, ohne ihnen deine persönliche Note zu geben, merken das die Leser. Und das wirkt schlimmer als eine ungeschliffene, aber ehrliche Nachricht.

Angebotsanschreiben, die überzeugen

Du hast den Erstkontakt geschafft, das Gespräch lief gut, und jetzt kommt die entscheidende Phase: Du musst ein Angebot schreiben. Viele Selbstständige verlieren genau hier potenzielle Kunden. Nicht weil ihr Angebot schlecht ist, sondern weil das Anschreiben nicht überzeugt. Ein Angebot ohne gutes Anschreiben ist wie ein Geschenk ohne Verpackung: Der Inhalt mag wertvoll sein, aber der erste Eindruck stimmt nicht.

Ein gutes Angebotsanschreiben ist mehr als eine Auflistung von Leistungen und Preisen. Es ist ein Verkaufstext, der dem potenziellen Kunden zeigt: Ich habe verstanden, was du brauchst, und ich bin die richtige Person dafür.

So nutzt du KI für bessere Angebotsanschreiben:

Zusammenfassung des Gesprächs einbauen: Nach einem Erstgespräch hast du wahrscheinlich Notizen gemacht. Gib diese der KI und bitte sie, eine kurze Zusammenfassung zu erstellen, die zeigt, dass du zugehört hast. Zum Beispiel: „Wie in unserem Gespräch besprochen, stehen Sie vor der Herausforderung, dass Ihre Website zwar Besucher anzieht, aber nur wenige davon zu Kunden werden. Ihr Ziel ist es, die Konversionsrate innerhalb der nächsten drei Monate spürbar zu steigern.“ Allein dieser Einstieg zeigt dem Kunden: Hier hat jemand zugehört.

Nutzen statt Funktionen beschreiben: Ein häufiger Fehler in Angeboten ist die Auflistung von Funktionen statt Nutzen. Statt „Ich erstelle ein responsives Webdesign“ sollte dort stehen: „Ihre Kunden können Ihre Website bequem vom Smartphone aus nutzen, was erfahrungsgemäß zu deutlich mehr Anfragen führt.“ KI hilft dir, jede Leistung in einen konkreten Kundennutzen zu übersetzen. Gib ihr deine Leistungsliste und bitte sie, jeden Punkt aus der Perspektive des Kunden umzuformulieren.

Den richtigen Ton treffen: Je nach Branche und Kunde ist ein anderer Ton angemessen. Ein Angebot an ein Startup klingt anders als eines an einen Konzern. KI kann dir helfen, denselben Inhalt in verschiedenen Tonalitäten aufzubereiten. Probiere es aus: Lass die KI dein Angebot einmal „locker und modern“ und einmal „seriös und professionell“ formulieren und wähle die passende Version.

Einwände vorwegnehmen: Gute Angebotsanschreiben adressieren mögliche Bedenken, bevor der Kunde sie äußert. Frage die KI: „Was könnten typische Einwände eines Kunden gegen dieses Angebot sein?“ Dann integrierst du die Antworten geschickt in dein Anschreiben. Zum Beispiel: „Vielleicht fragen Sie sich, ob drei Monate für die Umsetzung realistisch sind. Aus meiner Erfahrung mit ähnlichen Projekten kann ich sagen: Ja, das ist machbar, und hier ist warum...“

Ein Tipp aus der Praxis: Erstelle dir mit KI eine Angebotsvorlage, die du für jeden neuen Kunden anpasst. Die Grundstruktur bleibt gleich: Zusammenfassung, Leistungen als Nutzen, Zeitplan, Investition, nächste Schritte. Nur die Inhalte ändern sich. Das spart dir bei jedem neuen Angebot mindestens eine Stunde und sorgt gleichzeitig für ein professionelles, einheitliches Erscheinungsbild.

Follow-up-Strategien: Dranbleiben, ohne zu nerven

Die meisten Aufträge werden nicht beim Erstkontakt gewonnen. Studien zeigen, dass es im Durchschnitt fünf bis sieben Kontaktpunkte braucht, bevor ein potenzieller Kunde sich für eine Zusammenarbeit entscheidet. Das bedeutet: Follow-up ist keine Option, sondern Pflicht. Aber wie bleibst du dran, ohne aufdringlich zu wirken?

KI kann dir helfen, eine durchdachte Follow-up-Strategie zu entwickeln, die natürlich wirkt und trotzdem systematisch ist. Der wichtigste Grundsatz dabei: Jede Nachricht muss einen Mehrwert bieten. Reines Nachfragen („Haben Sie schon entschieden?“) nervt. Ein hilfreicher Impuls („Mir ist noch eine Idee gekommen, die für Ihr Projekt relevant sein könnte“) zeigt Engagement.

Die Timing-Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Follow-up? Als Faustregel gilt: drei bis fünf Tage nach dem Erstkontakt die erste Nachfrage, dann in wachsenden Abständen. Bitte die KI, dir einen Follow-up-Plan für sechs Wochen zu erstellen, mit konkreten Zeitpunkten und jeweils einem kurzen Text.

Mehrwert statt Nachfrage: Das Geheimnis guter Follow-ups ist, dass sie nicht nur fragen, sondern etwas bieten. Ein relevanter Artikel, eine neue Idee zum besprochenen Projekt, ein Hinweis auf eine Entwicklung in der Branche des Kunden. KI kann dir helfen, für jede Follow-up-Nachricht einen passenden Aufhänger zu finden.

Hier ein konkretes Beispiel für einen Follow-up-Plan, den du mit KI erstellen kannst:

  • Tag 3: Kurze Nachricht mit einem zusätzlichen Gedanken zum Gespräch. „Mir ist nach unserem Gespräch noch eine Idee gekommen, die für Ihr Projekt relevant sein könnte...“
  • Tag 10: Ein relevanter Artikel oder eine Fallstudie, die zum Thema passt. „Ich bin auf diesen Artikel gestoßen und musste an unser Gespräch denken...“
  • Tag 21: Eine direkte, freundliche Nachfrage. „Ich wollte kurz nachhaken, ob das Thema bei Ihnen noch aktuell ist...“
  • Tag 35: Ein letztes, wertschätzendes Follow-up. „Ich möchte nicht aufdringlich sein, aber das Angebot steht natürlich weiterhin...“

Lass die KI diese Nachrichten für dich vorformulieren. Du passt sie an den jeweiligen Kunden an und hast in wenigen Minuten eine komplette Follow-up-Sequenz, die professionell und menschlich klingt. Ein fertiger Plan nimmt dir die Unsicherheit, wann und wie du dich melden sollst.

Ein weiterer Tipp: Nutze KI, um deine Follow-ups zu variieren. Nicht jede Nachricht muss eine E-Mail sein. Vielleicht ist die zweite Nachricht eine kurze LinkedIn-Nachricht, die dritte ein Kommentar unter einem Beitrag des Kunden und erst die vierte wieder eine E-Mail. KI hilft dir, für jeden Kanal den passenden Ton zu finden. So bleibst du präsent, ohne dass es sich für den Empfänger wie eine Belagerung anfühlt.

Pitch und Elevator Speech verfeinern

Stell dir vor, du triffst auf einer Networking-Veranstaltung genau die Kundin, die du schon lange gewinnen wolltest. Du hast dreißig Sekunden, um zu erklären, was du machst und warum es für sie relevant ist. Was sagst du?

Viele Selbstständige tun sich schwer mit dem Elevator Pitch. Entweder ist er zu lang, zu vage oder zu technisch. KI kann dir helfen, deinen Pitch zu schärfen, bis er sitzt wie ein maßgeschneiderter Anzug.

Hier ist ein bewährter Ansatz: Gib der KI alle Informationen über dein Business, deine Zielgruppe, dein Alleinstellungsmerkmal und das Problem, das du löst. Bitte sie dann, daraus drei verschiedene Versionen eines Elevator Pitchs zu erstellen: einen in dreißig Sekunden (etwa 75 Wörter), einen in sechzig Sekunden (etwa 150 Wörter) und einen als schriftliche Kurzvorstellung (etwa 200 Wörter).

Ein konkretes Beispiel: Du bist freiberufliche Social-Media-Beraterin und arbeitest hauptsächlich mit kleinen Einzelhandelsgeschäften. Du könntest der KI schreiben: „Erstelle mir einen 30-Sekunden-Elevator-Pitch. Ich bin freiberufliche Social-Media-Beraterin. Meine Kunden sind kleine Einzelhandelsgeschäfte, die mehr lokale Kunden in ihren Laden bringen wollen. Mein Ansatz: Ich erstelle Social-Media-Strategien, die sich mit wenig Zeitaufwand umsetzen lassen, weil kleine Geschäfte kein großes Marketing-Team haben. Mein Ton ist freundlich und bodenständig.“

Die KI liefert dir einen Entwurf, den du dann laut vor dich hin sprichst. Klingt es natürlich? Fließt es? Würdest du es so auf einer Veranstaltung sagen? Wenn nicht, bitte die KI um Anpassungen: „Mach es gesprochener.“ „Weniger förmlich.“ „Füge ein konkretes Beispiel ein.“ So verfeinerst du Schritt für Schritt, bis dein Pitch perfekt sitzt.

Darüber hinaus kannst du KI nutzen, um deinen Pitch auf verschiedene Zielgruppen anzupassen. Der Pitch für einen potenziellen Kunden klingt anders als der für einen Kooperationspartner oder einen möglichen Empfehler. Lass die KI denselben Kern in verschiedene Versionen verwandeln und du bist auf jede Situation vorbereitet.

Noch ein Tipp: Nutze KI auch, um typische Rückfragen zu antizipieren. Frage sie: „Welche Fragen könnte jemand nach diesem Pitch stellen?“ Dann bereitest du kurze, prägnante Antworten vor. So gehst du in jedes Gespräch mit der Sicherheit, auf alles vorbereitet zu sein. Das gibt dir Selbstvertrauen, und genau dieses Selbstvertrauen spürt dein Gegenüber.

Die Angst vor Ablehnung: Warum KI dir Sicherheit gibt

Lass uns über etwas sprechen, das in Akquise-Ratgebern selten erwähnt wird: die Angst vor Ablehnung. Viele Selbstständige machen nicht deshalb keine Akquise, weil sie nicht wissen wie. Sie machen keine, weil sie Angst haben, ein Nein zu hören. Diese Angst ist menschlich und völlig normal.

KI kann dir hier auf zwei Arten helfen. Erstens: Wenn du weißt, dass dein Text professionell, relevant und gut formuliert ist, gehst du mit mehr Selbstvertrauen in die Akquise. Du musst nicht mehr grübeln, ob deine Nachricht peinlich klingt oder ob du dich damit blamierst. Die KI gibt dir eine solide Grundlage, auf der du aufbauen kannst.

Zweitens: KI hilft dir, Ablehnung konstruktiv zu verarbeiten. Wenn ein potenzieller Kunde absagt, kannst du die KI fragen: „Ich habe eine Absage auf meine Akquise-Nachricht bekommen. Der Kunde sagt, dass er gerade kein Budget hat. Wie kann ich höflich darauf antworten und die Tür für die Zukunft offenhalten?“ Die KI formuliert eine professionelle Antwort, die die Beziehung nicht beschädigt.

Ein konkretes Beispiel: Statt einfach „Schade, trotzdem danke“ zu schreiben, könnte die Antwort lauten: „Vielen Dank für Ihre ehrliche Rückmeldung. Ich verstehe, dass das Timing gerade nicht passt. Darf ich mich in drei Monaten noch einmal melden, falls sich Ihre Situation geändert hat? Bis dahin wünsche ich Ihnen alles Gute für Ihre Projekte.“ Professionell, würdevoll und mit offener Tür. Genau das, was ein gutes Follow-up nach einer Absage ausmacht.

Der Punkt ist: KI nimmt dir nicht die Ablehnung ab, aber sie nimmt dir die Last, in emotional schwierigen Momenten die richtigen Worte finden zu müssen. Und das macht einen gewaltigen Unterschied.

Deine Übung: Eine Akquise-Nachricht in drei Varianten erstellen

Jetzt wird es praktisch. In dieser Übung nutzt du den Promptgenerator auf optiprompt.io, um eine überzeugende Akquise-Nachricht zu erstellen. Probiere dabei alle drei Varianten aus und finde heraus, welche für deine Situation am besten funktioniert.

So gehst du vor:

Schritt 1 - Zielkunde definieren: Überlege dir einen konkreten potenziellen Kunden, den du gerne gewinnen würdest. Je konkreter, desto besser. Notiere dir: Was macht diese Person oder dieses Unternehmen? Welches Problem könnte sie haben, das du lösen kannst? Gibt es einen aktuellen Anlass für deine Kontaktaufnahme?

Schritt 2 - Promptgenerator nutzen: Öffne den Promptgenerator auf optiprompt.io und wähle die Kategorie LLM. Gib deine Aufgabe möglichst konkret ein. Zum Beispiel: „Schreibe eine Akquise-E-Mail an einen mittelständischen Handwerksbetrieb, der seine Buchführung noch auf Papier macht. Ich bin freiberuflicher Digitalberater und helfe bei der Umstellung auf digitale Prozesse. Die E-Mail soll maximal 120 Wörter lang sein und eine konkrete Frage am Ende enthalten.“

Schritt 3 - Drei Varianten vergleichen: Probiere alle drei Varianten des Promptgenerators aus. Die strukturierte Variante liefert dir eine klar gegliederte Nachricht mit allen wichtigen Elementen. Die kompakte Variante gibt dir eine kurze, auf den Punkt gebrachte Version. Die kreative Variante überrascht vielleicht mit einem ungewöhnlichen Einstieg oder einer frischen Perspektive.

Schritt 4 - Beste Version wählen und anpassen: Vergleiche die drei Ergebnisse. Welche Variante passt am besten zu dir und deiner Zielgruppe? Nimm diese Version und passe sie an: Füge persönliche Details hinzu, ändere Formulierungen, die nicht zu dir passen, und stelle sicher, dass die Nachricht authentisch klingt.

Bonusaufgabe: Erstelle mit demselben Ansatz auch eine LinkedIn-Nachricht und ein kurzes Follow-up. So hast du gleich drei Bausteine für deine nächste Akquise-Kampagne. Du wirst sehen: Mit dem Promptgenerator hast du in wenigen Minuten professionelle Akquise-Texte, die du sofort einsetzen kannst. Welche Variante hat dich am meisten überrascht?

Fazit: Akquise wird leichter, wenn du sie nicht alleine machst

Neukundengewinnung gehört zu den wichtigsten Aufgaben als Selbstständiger, und gleichzeitig ist es die Aufgabe, die viele am meisten scheuen. KI kann dir diese Angst nicht komplett nehmen, aber sie kann den Prozess erheblich erleichtern.

Du weißt jetzt, wie du mit KI Kaltakquise-Texte erstellst, die persönlich und relevant sind. Du kannst LinkedIn-Nachrichten formulieren, die tatsächlich eine Antwort bekommen. Du weißt, wie Angebotsanschreiben aufgebaut sein müssen, damit sie überzeugen. Du hast eine Strategie für Follow-ups, die professionell und menschlich zugleich sind. Und du kannst deinen Elevator Pitch verfeinern, bis er perfekt sitzt.

Der Schlüssel zu all dem: KI liefert den Entwurf, du lieferst die Persönlichkeit. Die Kombination aus beidem macht deine Akquise effektiver als je zuvor.

Im nächsten Artikel geht es um Website-Texte und Online-Präsenz. Du erfährst, wie du mit KI überzeugende Texte für deine Website erstellst, deine Online-Sichtbarkeit verbesserst und dafür sorgst, dass potenzielle Kunden dich auch finden. Bis dahin: Probiere die Übung aus und schicke deine erste KI-unterstützte Akquise-Nachricht ab. Du wirst überrascht sein, wie gut die Reaktionen sind.

Die Akquise-Reise hat gerade erst begonnen, und du hast jetzt die Werkzeuge, um sie erfolgreich zu gestalten.

Autor

Sebastian Rydz

Das OptiPrompt Team teilt Wissen und Best Practices rund um KI und Prompt Engineering, um dir zu helfen, bessere Ergebnisse mit KI-Modellen zu erzielen.

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