Stell dir vor, deine Website arbeitet rund um die Uhr für dich
Stell dir vor, es ist Sonntagabend. Du sitzt auf dem Sofa und scrollst durch dein Handy. Plötzlich kommt eine E-Mail rein: Eine potenzielle Kundin hat dein Kontaktformular ausgefüllt. Sie schreibt, dass sie deine Website gefunden hat, dein Profil gelesen hat und sofort wusste: „Das ist die richtige Person für mein Projekt.“ Du hast nichts dafür getan. Kein Telefonat, kein Netzwerktreffen, keine Kaltakquise. Deine Website hat die ganze Arbeit übernommen, während du dein Wochenende genossen hast.
Klingt das wie ein Wunschtraum? Für viele Selbstständige ist es das leider auch. Denn die Realität sieht oft anders aus: Die Website wurde vor Jahren hastig zusammengestellt, der „Über mich“-Text klingt hölzern, die Leistungsbeschreibungen sind langweilig, und bei Google taucht die Seite erst auf Seite fünf auf. Potenzielle Kunden klicken weiter, bevor sie überhaupt verstanden haben, was du anbietest.
Die gute Nachricht vorweg: Du musst kein Texter, kein SEO-Experte und kein Marketing-Profi sein, um eine überzeugende Online-Präsenz aufzubauen. KI kann dir dabei enorm helfen. In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit KI-Unterstützung Website-Texte erstellst, die Vertrauen schaffen, verkaufen und bei Suchmaschinen gefunden werden. Am Ende wirst du eine komplette „Über mich“-Seite erstellt haben, die genau das tut.
Warum deine Website dein wichtigstes Aushängeschild ist
Lass uns ehrlich sein: In der heutigen Zeit ist deine Website oft der erste Kontaktpunkt zwischen dir und einem potenziellen Kunden. Noch bevor jemand bei dir anruft oder eine E-Mail schreibt, hat er deine Website besucht. Und in diesen wenigen Sekunden entscheidet sich, ob diese Person bleibt oder weiterzieht.
Studien zeigen, dass Besucher einer Website innerhalb von drei bis fünf Sekunden entscheiden, ob sie bleiben oder gehen. Das ist weniger Zeit, als du brauchst, um diesen Absatz zu lesen. In diesen Sekunden zählt nicht, wie gut du in deinem Fach bist. Es zählt, wie professionell und einladend deine Website wirkt. Und das hängt vor allem von deinen Texten ab.
Viele Solo-Selbstständige unterschätzen die Kraft guter Website-Texte. Sie investieren viel Geld in ein schönes Design, aber die Texte bleiben eine Nebensache. Dabei ist es genau umgekehrt: Ein schlichtes Design mit hervorragenden Texten schlägt fast immer ein aufwendiges Design mit langweiligen Texten. Denn Texte schaffen Vertrauen. Texte erklären, was du tust und warum du die richtige Wahl bist. Texte überzeugen Menschen, den nächsten Schritt zu gehen und dich zu kontaktieren.
Das Problem: Gute Texte zu schreiben ist schwer, besonders über sich selbst. Viele Selbstständige sitzen stundenlang vor dem Bildschirm und ringen um die richtigen Worte. Sie wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Sie finden ihre eigene Arbeit „nicht besonders genug“, um darüber zu schreiben. Oder sie klingen so steif, dass man beim Lesen fast einschläft.
Hier kommt KI ins Spiel. Sie nimmt dir nicht die ganze Arbeit ab, aber sie gibt dir einen Startpunkt. Einen ersten Entwurf, den du verfeinern kannst. Ideen, auf die du alleine vielleicht nicht gekommen wärst. Und die Sicherheit, dass deine Texte professionell klingen, auch wenn Schreiben nicht deine Stärke ist.
„Über mich“-Texte, die Vertrauen schaffen
Die „Über mich“-Seite ist die am zweithäufigsten besuchte Seite auf den meisten Websites von Selbstständigen. Direkt nach der Startseite. Das ergibt Sinn: Menschen wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Sie suchen nach einem Gesicht hinter dem Angebot, nach einer Geschichte, die sie anspricht, und nach einem Grund zu vertrauen.
Trotzdem ist die „Über mich“-Seite bei vielen Selbstständigen die schwächste Seite. Warum? Weil es unglaublich schwer ist, über sich selbst zu schreiben. Entweder klingt es nach Angabe, oder es klingt zu bescheiden. Entweder zu persönlich oder zu distanziert. Viele landen bei einem trockenen Lebenslauf, der niemanden begeistert.
Ein guter „Über mich“-Text folgt einer klaren Struktur. Und genau diese Struktur kannst du mit KI-Unterstützung umsetzen:
Der Einstieg, der neugierig macht: Starte nicht mit „Mein Name ist Max Müller und ich bin seit 15 Jahren Grafikdesigner.“ Starte stattdessen mit dem Problem deiner Kunden oder mit deiner Mission. Zum Beispiel: „Jedes Unternehmen hat eine Geschichte. Ich sorge dafür, dass deine visuell erzählt wird.“ Das weckt Interesse und zeigt sofort, welchen Wert du bietest.
Deine Geschichte: Menschen lieben Geschichten. Erzähle, wie du zu dem gekommen bist, was du heute tust. Nicht als chronologischen Lebenslauf, sondern als Erzählung. Was hat dich angetrieben? Was war der Wendepunkt? Was begeistert dich an deiner Arbeit? KI kann dir helfen, aus deinen Stichpunkten eine packende Geschichte zu formen.
Deine Werte und dein Ansatz: Hier zeigst du, wie du arbeitest und was dich von anderen unterscheidet. Bist du besonders gründlich? Besonders kreativ? Besonders schnell? Legst du Wert auf persönliche Betreuung? Dieser Teil hilft potenziellen Kunden zu entscheiden, ob die Chemie stimmen könnte.
Der persönliche Touch: Ein bis zwei persönliche Details machen dich menschlich. Dein Hobby, dein Haustier, deine Leidenschaft neben dem Beruf. Das klingt banal, aber genau solche Details bleiben im Kopf und schaffen eine emotionale Verbindung.
Der Übergang zum Handeln: Am Ende deiner „Über mich“-Seite sollte eine klare Einladung stehen. „Lass uns sprechen“, „Schreib mir eine Nachricht“ oder „Hier geht es zu meinen Leistungen“. Der Besucher hat gerade Vertrauen aufgebaut. Nutze diesen Moment und leite ihn zum nächsten Schritt.
Wenn du KI für deinen „Über mich“-Text nutzt, gib ihr möglichst viel Kontext. Beschreibe, wer du bist, was du tust, wen du ansprichst und was dich besonders macht. Je mehr die KI über dich weiss, desto authentischer wird der Text. Und vergiss nicht: Der KI-Entwurf ist der Startpunkt. Deine persönliche Note kommt danach, durch deine Überarbeitung.
Leistungsbeschreibungen, die verkaufen
Deine Leistungsseite ist der Ort, an dem aus Interessenten Kunden werden. Oder eben nicht. Viele Selbstständige machen hier einen entscheidenden Fehler: Sie beschreiben, was sie tun, statt zu erklären, was der Kunde davon hat.
Ein Beispiel: „Ich biete Webdesign, SEO-Optimierung und Social-Media-Marketing an.“ Das ist eine Liste von Dienstleistungen. Informativ, aber nicht überzeugend. Vergleiche das mit: „Deine Website sieht nicht nur gut aus, sie bringt dir auch neue Kunden. Ich sorge dafür, dass die richtigen Menschen dich finden, dass sie bleiben und dass sie den nächsten Schritt gehen.“ Das ist eine Leistungsbeschreibung, die verkauft. Weil sie den Nutzen in den Vordergrund stellt.
Hier ist die goldene Regel für Leistungsbeschreibungen: Nicht Features, sondern Benefits. Nicht „was du tust“, sondern „was der Kunde davon hat“. Nicht „Ich erstelle responsive Websites“, sondern „Deine Website sieht auf jedem Gerät perfekt aus, egal ob Handy, Tablet oder Desktop.“
KI kann dir helfen, diese Umformulierung vorzunehmen. Gib der KI eine Liste deiner Leistungen und bitte sie, für jede Leistung den konkreten Kundennutzen herauszuarbeiten. Du wirst überrascht sein, wie anders deine Angebote plötzlich klingen.
Eine bewährte Struktur für Leistungsbeschreibungen sieht so aus:
- Problem: Welches Problem hat dein Kunde? Beschreibe es so, dass er sich wiedererkennt.
- Lösung: Wie löst du dieses Problem? Hier kommt deine Leistung ins Spiel.
- Ergebnis: Was hat der Kunde davon? Welches konkrete Ergebnis kann er erwarten?
- Beweis: Warum sollte er dir glauben? Hier passen Referenzen, Zahlen oder Beispiele.
- Nächster Schritt: Was soll der Kunde jetzt tun? Ein klarer Call-to-Action.
Wenn du mehrere Leistungen anbietest, erstelle für jede eine eigene Beschreibung nach diesem Muster. Und nutze KI, um verschiedene Varianten zu erstellen. Manchmal ist die dritte Version die beste, weil die KI mit jeder Iteration besser versteht, was du ausdrücken willst.
Ein weiterer Tipp: Verwende die Sprache deiner Kunden. Wenn deine Zielgruppe Handwerksmeister sind, schreibe anders als für IT-Manager. Wenn du für Privatpersonen schreibst, vermeide Fachbegriffe. KI kann dir helfen, denselben Inhalt in verschiedenen Tonlagen zu formulieren. Bitte sie einfach darum: „Formuliere diesen Text so, wie ein Handwerksmeister ihn verstehen und schätzen würde.“
SEO-Grundlagen: Gefunden werden
Der schönste Website-Text nützt nichts, wenn niemand ihn liest. Und damit Menschen deine Website finden, musst du verstehen, wie Suchmaschinen funktionieren. Keine Sorge, wir reden hier nicht über komplizierte Technik. Wir reden über ein paar einfache Grundlagen, die einen grossen Unterschied machen.
SEO steht für „Search Engine Optimization“, also Suchmaschinenoptimierung. Im Kern geht es darum, deine Website so zu gestalten, dass Google und andere Suchmaschinen verstehen, worum es auf deiner Seite geht. Und dass sie deine Seite den richtigen Menschen anzeigen, nämlich denen, die genau das suchen, was du anbietest.
Hier sind die wichtigsten SEO-Grundlagen, die du als Selbstständiger kennen solltest:
Keywords verstehen und nutzen: Keywords sind die Begriffe, die Menschen in Google eintippen, wenn sie nach etwas suchen. Wenn du Hochzeitsfotografin in Hamburg bist, könnten deine Keywords zum Beispiel „Hochzeitsfotograf Hamburg“, „Hochzeitsfotos Hamburg“ oder „Fotograf Hochzeit Hamburg“ sein. Diese Begriffe sollten auf deiner Website vorkommen, und zwar an den richtigen Stellen: in Überschriften, in den ersten Absätzen, in Bildbeschreibungen und in der Meta-Beschreibung.
Lokal denken: Als Selbstständiger ist lokale Sichtbarkeit oft wichtiger als bundesweite Reichweite. Wenn du ein Handwerker in München bist, willst du, dass Menschen in München dich finden. Das bedeutet: Erwähne deinen Standort auf deiner Website. Erstelle ein Google-Unternehmensprofil. Und nutze regionale Keywords wie „Schreiner München“ oder „Steuerberater Köln“.
Gute Texte schreiben: Google wird immer besser darin, qualitativ hochwertige Inhalte von dünnen, oberflächlichen Texten zu unterscheiden. Die beste SEO-Strategie ist daher einfach: Schreibe Texte, die deinen Besuchern wirklich weiterhelfen. Beantworte ihre Fragen. Löse ihre Probleme. Wenn deine Texte nützlich sind, honoriert Google das mit besseren Platzierungen.
Technische Basics: Deine Website sollte schnell laden, auf Handys gut aussehen und eine klare Struktur haben. Jede Seite braucht einen aussagekräftigen Titel (das sogenannte Title-Tag) und eine Meta-Beschreibung, also den kurzen Text, der in den Google-Suchergebnissen unter dem Titel erscheint. KI kann dir diese Meta-Beschreibungen in Sekunden erstellen.
Regelmässig neue Inhalte: Google mag Websites, die regelmässig aktualisiert werden. Deshalb ist ein Blog eine der besten SEO-Strategien überhaupt. Aber dazu gleich mehr.
Und hier kommt der entscheidende Punkt: KI ist ein fantastischer Helfer für SEO. Du kannst eine KI bitten, dir relevante Keywords für dein Geschäft zu recherchieren. Du kannst sie bitten, deine bestehenden Texte SEO-freundlich zu überarbeiten. Du kannst sie bitten, Meta-Beschreibungen zu erstellen, die zum Klicken einladen. All das, wofür SEO-Agenturen hunderte Euro verlangen, kannst du mit KI-Unterstützung selbst erledigen. Nicht perfekt, aber gut genug, um einen deutlichen Unterschied zu machen.
Ein praktischer Tipp: Gib der KI deine bestehende Leistungsseite und bitte sie, die drei wichtigsten Keywords zu identifizieren und den Text so zu überarbeiten, dass diese Keywords natürlich eingebaut werden. Du bekommst einen SEO-optimierten Text, der sich trotzdem gut liest. Denn das ist die Kunst: Texte schreiben, die sowohl für Menschen als auch für Suchmaschinen funktionieren.
Blog-Artikel für deinen Expertenstatus
Wenn es eine einzige Massnahme gibt, die deine Online-Präsenz langfristig am stärksten verbessert, dann ist es ein Blog. Ja, Blogs sind immer noch relevant. Mehr denn je, wenn man es richtig macht. Und mit KI-Unterstützung ist „richtig machen“ deutlich einfacher geworden.
Warum ein Blog so wertvoll ist? Drei Gründe:
Erstens, Expertenstatus: Jeder Blog-Artikel, den du zu deinem Fachgebiet veröffentlichst, zeigt: Du kennst dich aus. Du hast Erfahrung. Du hast eine Meinung. Potenzielle Kunden, die deinen Blog lesen, entwickeln Vertrauen, noch bevor sie dich persönlich kennenlernen. Sie denken: „Die Person versteht mein Problem. Die kann mir helfen.“
Zweitens, SEO: Jeder Blog-Artikel ist eine neue Seite auf deiner Website, die von Google gefunden werden kann. Jeder Artikel ist eine neue Chance, für einen bestimmten Suchbegriff sichtbar zu werden. Wenn du regelmässig schreibst, wächst deine Sichtbarkeit stetig. Nach einem Jahr mit zwei Artikeln pro Monat hast du 24 Seiten, die Besucher auf deine Website bringen können.
Drittens, Content für Social Media: Jeder Blog-Artikel liefert dir Material für Social-Media-Beiträge, Newsletter und andere Kanäle. Aus einem einzigen Artikel kannst du fünf bis zehn Social-Media-Posts machen, einen Newsletter-Beitrag und mehrere Diskussionsanstösse. Ein Blog ist also nicht nur eine SEO-Strategie, sondern auch eine Content-Maschine.
Die grosse Hürde: Regelmässig Artikel zu schreiben kostet Zeit. Und genau hier hilft KI enorm. Du kannst eine KI bitten, dir Themenideen für deinen Blog zu liefern. Du beschreibst dein Fachgebiet und deine Zielgruppe, und die KI schlägt dir zwanzig oder dreissig Artikelthemen vor. Viele davon werden genau die Fragen abdecken, die deine potenziellen Kunden bei Google eintippen.
Für das eigentliche Schreiben gilt dasselbe Prinzip wie bei allen KI-Texten: Die KI liefert den ersten Entwurf, du verfeinerst ihn. Gib der KI dein Thema, deine Kernaussagen und den gewünschten Umfang. Sie erstellt einen strukturierten Artikel, den du dann mit deinem Fachwissen, deinen Erfahrungen und deiner persönlichen Stimme ergänzt.
Dabei ist es wichtig, dass deine Blog-Artikel nicht generisch klingen. Der Unterschied zwischen einem mittelmässigen und einem hervorragenden Blog-Artikel liegt in den Details: eigene Erfahrungen, konkrete Beispiele aus deiner Praxis, eine klare Meinung. Diese Elemente machen deinen Blog einzigartig und können nicht von KI alleine kommen. Sie kommen von dir.
Hier sind ein paar Artikeltypen, die für Selbstständige besonders gut funktionieren:
- Anleitungen: „So findest du den richtigen Steuerberater“ oder „5 Schritte zu einem professionellen Logo“
- Erfahrungsberichte: „Was ich aus 100 Kundenprojekten gelernt habe“
- Mythen aufklären: „3 Irrtümer über Webdesign, die kleine Unternehmen Geld kosten“
- Fragen beantworten: „Was kostet eine professionelle Website wirklich?“
- Branchentrends: „Die wichtigsten Trends im Online-Marketing für 2025“
KI kann dir für jeden dieser Typen einen Entwurf liefern. Deine Aufgabe ist es, den Entwurf mit deiner Expertise und deiner Persönlichkeit zu füllen. Das Ergebnis: Hochwertige Inhalte, die dich als Experten positionieren, ohne dass du stundenlang vor einem leeren Dokument sitzen musst.
Testimonials und Referenzen einbinden
Du kannst die besten Website-Texte schreiben, die überzeugendsten Leistungsbeschreibungen formulieren und die spannendsten Blog-Artikel veröffentlichen. Aber nichts, wirklich nichts, ist so überzeugend wie die Stimme zufriedener Kunden. Testimonials und Referenzen sind der stärkste Vertrauensbeweis, den du auf deiner Website zeigen kannst.
Warum wirken Testimonials so stark? Weil sie sogenannter „Social Proof“ sind, also sozialer Beweis. Menschen orientieren sich an den Erfahrungen anderer. Wenn jemand liest, dass fünf andere Kunden begeistert von deiner Arbeit waren, denkt er: „Dann wird das wohl auch für mich gut funktionieren.“ Dieses Prinzip ist so mächtig, dass selbst grosse Unternehmen Milliarden in Bewertungen und Empfehlungen investieren.
Aber als Solo-Selbstständiger stehst du vor einer Herausforderung: Wie bekommst du Testimonials? Und wie bindest du sie wirkungsvoll ein? Auch hier kann KI helfen.
Testimonials einsammeln: Die meisten Kunden geben gerne eine Empfehlung, wenn du sie freundlich darum bittest. Der Haken: Viele wissen nicht, was sie schreiben sollen. KI kann dir eine perfekte Anfrage-E-Mail formulieren, die es deinem Kunden leicht macht. Du kannst sogar einen kurzen Fragebogen erstellen lassen, der die wichtigsten Punkte abfragt: „Was war deine grösste Herausforderung vor unserer Zusammenarbeit?“, „Was hat sich seitdem verändert?“, „Würdest du mich weiterempfehlen?“
Testimonials aufbereiten: Manchmal sind Kundenfeedbacks zu lang, zu kurz oder nicht ganz auf den Punkt. KI kann dir helfen, ein ausführliches Feedback auf die Kernaussagen zu kürzen, ohne den Sinn zu verfälschen. Natürlich immer in Absprache mit dem Kunden. Oder sie kann aus Stichpunkten, die ein Kunde dir per E-Mail geschickt hat, ein flüssig lesbares Testimonial formulieren.
Fallstudien erstellen: Noch wirkungsvoller als einzelne Testimonials sind Fallstudien (Case Studies). Sie erzählen die Geschichte einer Zusammenarbeit: Ausgangssituation, Herausforderung, Lösung und Ergebnis. KI kann dir helfen, aus deinen Projektnotizen eine überzeugende Fallstudie zu schreiben. Du lieferst die Fakten, die KI liefert die Struktur und den erzählerischen Rahmen.
Referenzen strategisch platzieren: Es reicht nicht, eine separate „Referenzen“-Seite zu haben, die niemand besucht. Die besten Testimonials gehören dorthin, wo Entscheidungen getroffen werden: auf die Startseite, auf die Leistungsseiten und auf die Kontaktseite. Direkt neben deinem Call-to-Action. Wenn jemand gerade überlegt, ob er dich kontaktieren soll, und dann ein begeistertes Kundenzitat liest, steigt die Wahrscheinlichkeit einer Kontaktaufnahme enorm.
Ein Tipp: Verwende echte Namen und, wenn möglich, Fotos oder Logos. „Tolle Zusammenarbeit, M.S.“ wirkt deutlich weniger überzeugend als „Die Zusammenarbeit mit Sebastian war hervorragend. Er hat unsere Website nicht nur visuell aufgewertet, sondern auch dafür gesorgt, dass wir 40 Prozent mehr Anfragen bekommen. - Maria Schmidt, Inhaberin von Schmidt und Partner“. Je konkreter und authentischer, desto besser.
Und noch etwas: Frage regelmässig nach Testimonials, nicht nur einmal. Deine Website sollte lebendige, aktuelle Empfehlungen zeigen. Ein Testimonial von vor fünf Jahren wirkt weniger überzeugend als eines von letztem Monat. Mache es zur Gewohnheit, nach jedem erfolgreichen Projekt um eine kurze Rückmeldung zu bitten.
Deine Übung: Eine „Über mich“-Seite für deine Website erstellen
Jetzt wird es praktisch. In dieser Übung erstellst du eine komplette „Über mich“-Seite für deine Website. Nutze dafür den Promptgenerator auf optiprompt.io mit der Kategorie LLM. Ich empfehle dir, die kreative und die strukturierte Variante auszuprobieren und dann die besten Elemente aus beiden zu kombinieren.
So gehst du vor:
Schritt 1 - Deine Grundlagen sammeln: Bevor du den Promptgenerator öffnest, nimm dir zehn Minuten und beantworte diese Fragen schriftlich: Wer bist du? Was bietest du an? Wer sind deine idealen Kunden? Was unterscheidet dich von anderen in deiner Branche? Was ist deine Geschichte - wie bist du zu dem gekommen, was du heute tust? Was begeistert dich an deiner Arbeit? Ein bis zwei persönliche Details, die dich menschlich machen.
Schritt 2 - Den Promptgenerator nutzen: Öffne den Promptgenerator auf optiprompt.io und wähle die Kategorie LLM. Gib als Aufgabe zum Beispiel ein: „Erstelle einen Über-mich-Text für meine Website. Ich bin [dein Beruf] und helfe [deiner Zielgruppe] bei [deinem Angebot]. Mein besonderer Ansatz ist [dein Alleinstellungsmerkmal]. Meine Geschichte: [kurze Version deines Werdegangs]. Persönlich: [ein Detail über dich]. Der Text soll Vertrauen schaffen, authentisch klingen und mit einer Einladung zur Kontaktaufnahme enden.“
Schritt 3 - Die Varianten vergleichen: Probiere sowohl die kreative als auch die strukturierte Variante aus. Die kreative Variante wird dir einen lebendigen, erzählerischen Text liefern. Die strukturierte Variante gibt dir ein klar gegliedertes Ergebnis mit Absätzen für jeden Aspekt. Vergleiche beide und entscheide, welcher Ansatz besser zu dir und deiner Marke passt.
Schritt 4 - Verfeinern und personalisieren: Nimm den besten Entwurf und mache ihn zu deinem eigenen. Ersetze generische Formulierungen durch deine eigenen Worte. Füge konkrete Details hinzu. Streich alles, was nicht nach dir klingt. Lies den Text laut vor. Klingt er nach dir? Würdest du dich wiedererkennen? Wenn ja, bist du fertig.
Schritt 5 - Feedback einholen: Schicke den Text an eine vertraute Person und frage: „Klingt das nach mir?“ Das ist der ultimative Test. Wenn dein Gegenüber sagt „Ja, das bist du“, hast du alles richtig gemacht.
Bonusaufgabe: Erstelle mit dem gleichen Ansatz eine kurze Leistungsbeschreibung für dein wichtigstes Angebot. Nutze die Problem-Lösung-Ergebnis-Struktur, die du in diesem Artikel kennengelernt hast. So hast du gleich zwei zentrale Elemente deiner Website fertig.
Fazit: Deine Website als stärkster Vertriebskanal
Deine Website ist mehr als eine digitale Visitenkarte. Sie ist dein wichtigster Vertriebskanal, dein Aushängeschild und dein bester Verkäufer. Sie arbeitet rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, ohne Pause. Aber nur, wenn die Texte stimmen.
Du weisst jetzt, wie du „Über mich“-Texte schreibst, die Vertrauen schaffen. Du kennst die Struktur von Leistungsbeschreibungen, die verkaufen. Du verstehst die SEO-Grundlagen, damit die richtigen Menschen dich finden. Du weisst, warum ein Blog deinen Expertenstatus stärkt und wie Testimonials deine Überzeugungskraft multiplizieren.
Und du weisst, dass KI dir bei all dem helfen kann. Nicht als Ersatz für deine Persönlichkeit und dein Fachwissen, sondern als Werkzeug, das dir den Einstieg erleichtert und den Prozess beschleunigt. Die KI liefert den Entwurf, du lieferst die Seele.
Im nächsten Artikel geht es um Verträge und rechtliche Texte verstehen. Du erfährst, wie KI dir helfen kann, Vertragsklauseln zu verstehen, AGB zu formulieren und rechtliche Dokumente zu durchleuchten. Ein Thema, das viele Selbstständige vor Herausforderungen stellt und bei dem KI ein echter Gamechanger sein kann.
Bis dahin: Erstelle deine „Über mich“-Seite. Nutze den Promptgenerator, experimentiere mit den Varianten und mach deine Website zu dem, was sie sein sollte: dein stärkstes Verkaufsargument. Deine potenziellen Kunden suchen bereits nach dir. Sorge dafür, dass sie dich finden und überzeugt werden.


